Werbung im Internet

Kostenloses Internet gibt es nicht

Es gibt keine Geschenke ohne Gegenwert:

Haben Sie schon einmal erlebt, dass es etwas kostenlos gibt? Mit Sicherheit! Doch warum war es kostenlos? Richtig: weil es einem bestimmten Zweck diente.

Seien wir doch einmal ehrlich. Wirklich kostenlos gibt es nichts. Es handelt sich entweder um Geschenke von Freunden und Verwandten. Dann ist der Gegenwert die Freundschaft oder die Familienbindung. Oder es handelt sich um Geschenke mit politischen oder religiösen Zielen, um Werbegeschenke, Sponsorengelder, Bestechungsgelder oder darum, Adressen und Kontaktdaten zu sammeln. Irgendeinem Zweck dienen die Geschenke immer.

Genauso verhält es sich im Internet. Jeder der eine Seite ins Netz stellt verfolgt einen bestimmten Zweck. Meistens möchte derjenige Geld verdienen oder seine Firma bekannt machen, manchmal aber auch nur seine Ideen verbreiten. Doch was steckt hinter den Ideen? Meist auch wieder ein Geschäft. Oder eine politische oder religiöse Überzeugung. Doch auch diese möchte derjenige an den Mann bringen, also verkaufen. Nur zum Selbstzweck oder aus Spielerei stellt niemand eine Seite ins Netz.

Ist Werbung im Internet nun ein notwendiges Übel? Irgendwie ja. Reine Informationsseiten können nur überleben, wenn sie mit Werbung finanziert werden. Nur dann wird der entsprechende Gegenwert für die Arbeit an den Inhalten und deren Aufarbeitung für einen breiten Interessenkreis geschaffen. Der Versuch die Informationen kostenpflichtig im Internet bereitzustellen ist bislang immer gescheitert. Kaum jemand ist bereit, hierfür zu bezahlen.

Ähnlich verhält es sich mit bereitwilligen Zahlungen über sogenannte Social-Payment-Services. Zum einen ist das Spendenaufkommen viel zu gering und zum anderen kommt das Geld gar nicht vollständig beim Webseitenbetreiber an. Es müssen nämlich Provisionen bezahlt werden. Auch die Social-Payment-Services sind nicht kostenlos.

Wie die bekanntesten Webseiten ihr Geld verdienen:

Google ist mit in die Zeitungen und ins Internet lancierten Artikeln groß geworden. Die meisten haben es vergessen: In diesen Artikeln wurde behauptet, dass es auf den Seiten von Google keine Werbung gibt. Heute ist Google die Firma mit dem weltweit größten Umsatz durch Werbung im Internet. Zugleich ist die Firma, ebenso wie Facebook, der größte Sammler von Daten über uns, die zum Zweck des Marketings missbraucht werden.

Anders und dann doch nicht ganz anders verhält es sich mit Wikipedia. Der Gründer Jimmy Wales wollte ursprünglich damit viel Geld verdienen. Erst als er merkte, dass er mit seinem Projekt nicht so recht vorankam, änderte er seine Strategie. Er machte Wikipedia zu einem gemeinnützigen Projekt, auf der seither jeder sein Wissen eintragen kann. Eine geniale und sehr erfolgreiche Idee!

Wikipedia kommt ohne Werbung aus. Aber das Projekt kostet trotzdem viel Geld. Wie wird die Online-Enzyklopädie nun finanziert: durch Sponsoren. Das ist ja grundsätzlich kein Problem. Aber einen Haken hat es doch. Die Interessen der Sponsoren müssen nämlich gewahrt werden. Das hat leider den Nachteil, dass manche für die Sponsoren unangenehme Wahrheiten verschwiegen bzw. von den Administratoren wieder herausgelöscht werden. Das gilt zwar nur für einige wenige Artikel. Aber auch hier wird Wikipedia gewissermaßen regelmäßig gekauft.

Trotzdem müssen wir zugeben, das Onlinelexikon übertrifft an Qualität und Informationsgehalt alle vergleichbaren Werke, die es zuvor nur in Buchform gab.

Fazit:

Nicht jeder Webseitenbetreiber ist so erfolgreich wie Jimmy Wales. Die meisten sind auf Einnahmen durch ihre veröffentlichten Seiten angewiesen. Die Verwendung von Werbeblockern durch die Seitenbesucher haben deshalb negative Auswirkungen auf die Unabhängigkeit des Internets, zumal die Entwicklerfirmen eigene Interessen verfolgen. So können sich zum Beispiel große Werbeanbieter bei der Eyeo GmbH freikaufen. Die Werbung dieser Seiten wird dann trotz Werbeblocker angezeigt.

Klar Werbung kann auch nerven, insbesondere wenn sie plötzlich über den eigentlichen Inhalten aufblitzt und weggeklickt werden muss. Doch die Betreiber solcher Seiten schaden sich meist nur selber. Wer verweilt schon lange auf einer so nervigen Seite?

Wir empfehlen, die Einstellungen an den Browsern zu verändern. In modernen Browsern kann die Verfolgung der Aktivitäten abgeschaltet werden (z. B. Firefox: Einstellungen/Datenschutz/"Websites mitteilen, Ihre Aktivitäten nicht zu verfolgen"). Auch das regelmäßige Löschen von Cookies verhindert ein effektives Auskundschaften, auch wenn sich dann einige Seitenfunktionen verschlechtern. Auch ohne vorher abverlangte Zustimmung über die Verwendung von Cookies ist das möglich (Was für eine schwachsinnige Situation hier mit den Gesetzen geschaffen wurde. Und das nur, damit Google und Co. so weitermachen dürfen wie bisher.). Auf jedem Fall kann mit der Browsereinstellung die Spionage verhindert werden und dann passt die Werbung auch wieder zu den Seiteninhalten, so wie es ja eigentlich sein sollte.




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