Thüringer Wald - Rennsteig

3. Etappe des Wanderwegs (Oberhof - Masserberg - 37,0 km)

1,2 km (63,0 km) - Rondell (826 m NN)

Nach dem Grenzadler kommt man am Stein 16 vorbei. Hier lohnt ein Abstecher zum Moorlehrpfad (1 km) und zum Gebrannten Stein (3 km). Unmittelbar vor dem Rondell zweigt der Rennsteig-Dolmar-Weg bis zum Dolmar und der Rhön-Rennsteig-Weg bis zur Wasserkuppe ab.

Das Rondell selbst ist eigentlich ein Obelisk um den einmal ein Kreisverkehr führte. Er steht am Ortsausgang von Oberhof an der Bundesstraße 247 in Richtung Zella-Mehlis. Hier zweigt auch eine Straße nach Schmiedefeld und Stützerbach ab. Der Obelisk erinnert an den Bau einer befestigten Straße im Jahr 1830-1832. Mit dem Straßenbau wurde der wirtschaftliche Austausch über den Rennsteig gefördert. Er war ein politischer Schachzug Preußens. Durch die finanzielle Unterstützung des Projektes, auch außerhalb seines hier angrenzenden Territoriums, machte Preußen den mitteldeutschen Staaten den Beitritt in die deutsche Zolleinheit schmackhaft. Unmittelbar am Rondell liegt der Rennsteiggarten. Er ist ein einmaliger Schaugarten mit Gebirgsflora den man nicht verpassen sollte.

Rondell bei Oberhof

Rondell bei Oberhof

7,1 km (68,9 km) - Plänckners Aussicht (973 m NN)

Unterhalb des Großen Beerbergs (982 m NN), dem höchsten Gipfel des Thüringer Waldes, befindet sich ein kleiner hölzerner Aussichtsturm mit Blick nach Suhl (Waffenmuseum). Der Aussichtspunkt wurde nach Julius von Plänckner benannt (1791 - 1858), dem Begründer der Rennsteigwanderungen. Kurz vor Plänckners Aussicht erreicht der Rennsteig seine höchste Stelle (973 m NN). Auf dem Großen Beerberg und in dessen Umgebung liegen mehrere geschützte Hochmoore.

10,7 km (72,5 km) - Schmücke (916 m NN)

Unmittelbar an der Straße zwischen Oberhof und Schmiedefeld liegt das Gasthaus Schmücke. Hier ermöglicht eine große Wiese, an dessen Rand im Sommer unzählige Lupinen blühen, den Blick in die Ferne. Kurz vor dem Gasthaus kann man außerdem noch zum zwei Kilometer entfernt liegenden Schneekopf wandern, wo sich der höchste Aussichtspunkt des Thüringer Waldes befindet (nicht ausgeschilderter Abzweig gegenüber des Schneekopf-Parkplatzes).

Mordfleck

Mordfleck, eine Wiese zwischen Schmücke und Schmiedefeld

12,7 km (74,5 km) - Mordfleck (824 m NN)

Der Rennsteig verläuft nun immer wieder direkt neben der Straße nach Stützerbach und Schmiedefeld. Ein Wiesenstück hat den Namen Mordfleck erhalten (was wohl ursprünglich einmal Moorfleck hieß). Hier zweigt ein Weg zum Felsen Blauer Stein (Mordfleckwand 2,0 km) ab.

13,8 km (75,6 km) - Alte Tränke (828 m NN)

Der Waldweg zweigt von der Straße ab und trifft auf eine sehr idyllisch liegende Wiese mit Schutzhütte, Rastplätzen und Quelle. Zwar gibt es keine Versorgung, doch ist dieser Platz der ideale Ort um eine Rast einzulegen und mitgebrachten Proviant zu verzehren.

Alte Tränke

Rastplatz an der Alten Tränke

17,8 km (79,6 km) - Bahnhof Rennsteig (746 m NN)

Am stillgelegten Bahnhof Rennsteig überquerte einmal die Bahnstrecke Ilmenau-Schleusingen den Rennsteig. Der Bahnhof ist eine Spitzkehre zum umrangieren, da die Lokomotive bergauf und bergab immer auf der Talseite fahren musste. Heute verkehrt gelegentlich noch ein Traditionszug. Im Bahnhof selbst befindet sich eine Fotoausstellung. Wenige hundert Meter nach dem Bahnhof zweigt ein Weg zum Bunkermuseum ab (ehemaliger Stasibunker).

Bahnhof Rennsteig

stillgelegter Bahnhof Rennsteig

20,6 km (82,4 km) - Allzunah (753 m NN)

Der Rennsteig trifft auf den von Wiesen umgebenen kleinen Ort Allzunah. Der Ort entstand neben einer Glashütte, die aber all zu nah an der Stützerbacher Konkurrenz lag.

24,0 km (85,8 km) - Großer Dreiherrenstein (810 m NN)

An einer Straßenkreuzung zwischen Ilmenau, Neustadt und Allzunah ist der Mittelpunkt des Rennsteigs. Am Großen Dreiherrenstein grenzten einst sogar vier Länder aneinander, das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, das Herzogtum Meiningen und die preußische Provinz Sachsen (Suhl). An der Kreuzung lädt eine rustikale Baude die Wanderer zum Rasten ein. Nach dem Dreiherrenstein markieren sehr viele, schöne Grenzsteine den Rennsteig. Drei Kilometern weiter zweigt ein Weg zu einer historischen Köhlerstätte ab.

28,3 km (90,1 km) - Neustadt am Rennsteig (798 m NN)

Große Wiesenflächen umgeben Neustadt. Der Rennsteig ist gleichzeitig die Hauptstraße der Stadt. Früher war er die Grenze zwischen Schwarzburg-Sondershausen und Sachsen-Meiningen. Die Stadt war geteilt und besaß deshalb zwei Bürgermeister, zwei Kirchen, zwei Schulen und so weiter. In der Stadt befindet sich das Rennsteigmuseum des Rennsteigvereins. Viele schieferverkleidete Häuser zeigen, dass der Thüringer Wald allmählich in das Thüringer Schiefergebirge übergeht. Nach Neustadt verläuft der Rennsteig parallel zur Straße nach Kahlert, einem kleinen Ortsteil von Neustadt.

34,4 km (96,2 km) - Schwalbenhauptwiese mit Triniusbaude (703 m NN)

Der Waldweg verläuft bis zur Schwalbenhauptwiese unmittelbar an der Straße nach Masserberg. Hinter der Schwalbenhauptwiese zweigt er ab und wird zu einem Hohlweg. An mehreren Stellen wurde der Rennsteig im mittleren Teil durch die jahrhunderte lange Benutzung und durch daraus folgende Auswaschungen zu einem teilweise mehrere Meter tiefen Hohlweg.

Rennsteig als Hohlweg

Hohlweg bei der Triniusbaude

37,0 km (98,8 km) - Masserberg (785 m NN)

Masserberg ist ein gepflegter Kurort mit vielen Quartiermöglichkeiten. Mit dem Badehaus besitzt der Ort auch ein Kur- und Erlebnisbad, in dem man sich nach der Wanderung entspannen kann.

Rennsteigwanderung 4. Etappe

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