Foto 3:
Dirk Ingo Franke
- Creative Commons
Das Husumer Schloss heißt tatsächlich "Schloss vor Husum", obwohl es doch mitten in der Stadt liegt. Es wurde von 1577 bis 1582 für Herzog Adolf I. errichtet, gelangte später in den Besitz des dänischen Königshauses und diente mehrere Jahrhunderte lang vorrangig als Verwaltungsgebäude. Erst seit den 1980'er Jahren wird es auch kulturell genutzt. Im Schlossmuseum können die einstigen königlichen Repräsentationssalons, die Schlosskapelle und weitere Räume inklusive der Gemäldesammlung besichtigt werden. Im Jahr 2008 wurde zudem der Herzoginnengarten eröffnet. Er ist eine moderne Rekonstruktion des frühbarocken Gartenparterres.
Einem Naturschauspiel ist es zu verdanken, das die Hauptattraktion des Schlosses allerdings der Schlosspark ist. Wie in alten Zeiten gelangt der Besucher durch ein Portal aus dem 17. Jahrhundert in die an den anderen Enden offene Grünanlage. Ein Theodor-Storm-Denkmal erinnert an den großen Sohn der Stadt. Ansonsten handelt es sich eigentlich um einen einfachen, von Straßen umgebenen Stadtpark. Doch jedes Jahr im Frühjahr wird er zum wichtigsten Touristenmagneten der gesamten Schleswig-Holsteinischen Westküste. Abermillionen lilafarbene Krokusblüten verwandeln dann alle Rasenflächen in einen einzigartigen Farbteppich. Ein Schauspiel, das sich niemand entgehen lassen sollte. Deshalb wird in Husum alljährlich auch das Krokusblütenfest gefeiert und eine Krokusblütenkönigin proklamiert.
|