Hessen - Städtereiseziele

Fritzlar

Marktplatz mit Rolandsbrunnen in Fritzlar

Marktplatz mit Rolandsbrunnen und Kaufhäuschen - weiter »

n Fritzlar scheint einfach alles uralt zu sein. Da gibt es das 1109 erstmals erwähnte Rathaus, die ab 1120 hochgezogene Stadtmauer mit zehn vollständig erhaltenen Wehrtürmen, den spätromanischen Dom, die steinerne Fassade des 1276 errichteten HNA-Hauses, gotische Staffelgiebelhäuser von 1310 und zahlreiche sich aneinanderreihende, zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert entstandene Fachwerkhäuser. Überall sind aber auch liebevolle Details und aufwendig gestaltete Kunstwerke zu bewundern. Sie stammen oft aus der Zeit der Renaissance, wie der abgebildete Rolandsbrunnen von 1564 und das prunkvolle Portal am Hochzeitshaus. In historischen Städten ist das allein ja nichts ungewöhnliches. Doch in Fritzlar sind auffallend häufig die viel älteren gotischen Formen zu finden. Da zudem Zeugnisse aus späteren Zeiten rar sind - das Bild der Innenstadt hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert - besitzt Fritzlar einen einmaligen Charme, der jeden Liebhaber historischer Flecken einfach begeistern muss.

Viele Leute wissen gar nicht, das Fritzlar ebenso ein besonders geschichtsträchtiger Ort ist. Schon in der Zeit des Fränkischen Reiches erlangte die Gegend eine gewisse Berühmtheit, als der Missionar Bonifatius, wahrscheinlich 723 an der Stelle des heutigen Doms, eine dem Gott Donar geweihte Eiche fällte. Mit diesem Ereignis begann die Christianisierung der mittel- und ostgermanischen Völker. Aus einem 724 gegründeten Benediktinerkloster entstand in der Folge einer der wichtigsten Orte des ostfränkischen Reiches und des sich daraus entwickelnden Heiligen Römischen Reiches. Die Krönung von König Heinrich I. und mindestens 15 von deutschen Kaisern abgehaltene Reichstage fanden in Fritzlar statt. Deshalb stand hier auch eine Kaiserpfalz, die allerdings in einem der zahlreichen Kriege des Mittelalters wieder zerstört wurde. Bei der Durchsetzung ihrer Politik brauchten die Kaiser aber auch immer wieder die Unterstützung durch die Bischöfe. So kam es, dass Heinrich IV. die Stadt in die Hände der Mainzer Erzbischöfe gab. Nun spielte Fritzlar eine gewichtige Rolle in der Kirchenpolitik. Drei wichtige Synoden wurden hier abgehalten und 1118 der päpstliche Bann gegen Kaiser Heinrich V. verkündet. Die Mainzer Erzbischöfe förderten auch erfolgreich die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Das endete allerdings nach der Reformation, als das immer noch zu Mainz gehörende Fritzlar zu einer katholischen Insel inmitten eines protestantischen Umlandes wurde. Der daraus folgenden Stagnation ist das heute so ursprünglich erhaltene Stadtbild zu verdanken.

Doch Fritzlar allein ist bei weitem nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Region. Weit vor den Toren der Stadt stehen mehrere Warten, die im Mittelalter als militärische Vorposten erbaut wurden. Sie sind beliebte Wander- und Ausflugsziele. Außerdem liegt nur wenige Kilometer von Fritzlar entfernt die ebenfalls sehr gut erhaltene historische Stadt Homberg (Efze) mit der Burg Hohenburg. Ebenfalls sehr schön ist auch das noch näher liegende Bad Wildungen. Neben einer ebenfalls aus Fachwerkhäusern bestehenden Altstadt gibt es hier ein ebenso reizvolles Kurviertel mit einem bis nach Reinhardshausen reichenden Kurpark und das Barockschloss Friedrichstein mit seiner Militär- und Jagdgeschichtlichen Sammlung.

Anklickbare Bildergalerie mit Sehenswürdigkeiten und touristischen Informationen über Fritzlar:

Fachwerkhäuser Fraumünsterstraße Gotische Steinhäuser Marktplatz Fritzlar Fachwerkhäuser Marktplatz Hochzeitshaus mit Regionalmuseum Grauer Turm Rathaus Haus Brüggemeier Spitzenhäuschen Rittergasse Winterturm 4-Türme-Blick Dom St. Peter

Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, Freizeitziele und Museen in und im Umkreis von Fritzlar:

Weitere Informationen über Fritzlar im Internet:

Hotels in Fritzlar von Hotel.de ab 36,50 Euro.


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