Baden-Württemberg - Städtereiseziele

Ulm

Ulm an der Donau mit Münster und Metzerturm

Donauufer in Ulm mit Münster und Metzerturm

a Ulm einst eine der mächtigsten Handelsmetropolen im Herzen Europas war, gehört die Donaustadt zweifelsohne zu den historisch besonders interessanten Sehenswürdigkeiten. Bedeutende Bauwerke aus alten Zeiten und mittelalterliche Viertel prägen deshalb das heutige Stadtbild.

Dank des in Ulm gewebten Barchent, einem Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, und dem diplomatischen Geschick der Stadtregierungen stieg im Mittelalter der Reichtum der Stadt so gewaltig an, dass Ulm in einer Reihe mit Venedig, Augsburg, Nürnberg und Straßburg genannt wurde. Eigene Niederlassungen der Ulmer Kaufleute befanden sich in vielen großen Städten, wie in Antwerpen, Wien und Konstantinopel (heute Istanbul). Als Hauptort des Schwäbischen Städtebundes wurde Ulm sogar eine Weile als die Hauptstadt Schwabens bezeichnet. Die Stadt erwarb viele umliegende Dörfer und Landgüter, sodass die Stadtväter um 1500 das zweitgrößte zu einer Reichsstadt gehörende Territorium im heutigen Deutschland verwalteten. Auch politisch war Ulm seiner Zeit weit voraus, galt doch seit 1397 der Große Schwörbrief, wodurch die Macht vorwiegend in den Händen der Zünfte und nicht mehr in denen der Patrizier lag. Der Bürgermeister musste jedes Jahr am Schwörmontag öffentlich Rechenschaft ablegen, eine Tradition die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen wurde und heute besonders festlich begangen wird.

Auch wenn in der Vergangenheit ein Großteil der historischen Bausubstanz verloren ging, besitzt Ulm viele beeindruckende Denkmäler. An erster Stelle steht hier das Ulmer Münster, das mit seinem 161,53 m hohen Turm den höchsten Kirchturm der Welt besitzt. Von 1377 bis 1890 dauerten die Arbeiten an dem gotischen Prachtbau an. Ebenso sehenswert ist das ab 1370 erbaute Rathaus mit seiner gotischen Fassade, die zudem mit aufwendigen Malereien verziert wurde. Beschaulich geht es hingegen im vorbildlich sanierten Fischer- und Gerberviertel zu. Das an einem Donauzufluss liegende Stadtviertel konnte sein mittelalterliches Aussehen weitgehend bewahren. Unter den zahlreichen Fachwerkhäusern fällt hier vor allem das Schiefe Haus ins Auge, das einst auf einer Seite vom Fluss unterspült wurde. Nicht weit davon steht der Metzgerturm, einer von zwei erhaltenen Stadttürmen, der auch als Schiefer Turm von Ulm bekannt ist, und zumindest fast so schief wie der von Pisa ist. Bei einem Stadtrundgang lohnt sich auch eine Besichtigung des Viertels "Auf dem Kreuz", das ebenfalls noch an das alte Ulm erinnert. Wer viel Zeit mitbringt, kann zudem das am Stadtrand liegende Kloster Wiblingen besichtigen. Die prunkvolle Anlage gilt als eines der wichtigsten Baudenkmäler an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Übrigens ist Ulm seit 1810 eine geteilte Stadt, da seit dieser Zeit die Donau eine Grenze zwischen Bayern und dem heutigen Baden-Württemberg bildet. Die Vorstadt jenseits der Donau heißt seither Neu-Ulm. Im Unterschied zu vergangenen Zeiten hat die Grenze heute nur noch eine geringe praktische Bedeutung.

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